Das Institut für Medizinische Informatik und Statistik (IMIS), Abteilung Medizinische Informatik (MIKI), hat seine internationale Zusammenarbeit mit Kolumbien durch Besuche vor Ort zur Unterstützung des COALA-Projekts (Colombian-German Scientific Alliance for the Advancement of Interoperability in Medicine) vorangetrieben.
Prof. Dr. Björn Schreiweis und die Wissenschaftlerin Luisa Mejia besuchten vier Tage lang vier Einrichtungen in Bogotá: UNICOC, die Universität El Bosque, die Militäruniversität Nueva Granada und das Militärkrankenhaus. Im Mittelpunkt der Besuche stand der Aufbau akademischer und wissenschaftlicher Partnerschaften im Bereich Medizinische Informatik zwischen der Universität Kiel, dem UKSH und kolumbianischen Einrichtungen.
COALA hat sich zum Ziel gesetzt, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kolumbien und Deutschland im Bereich elektronischer Patientenakten und Interoperabilität durch gemeinsame Forschungsprojekte zu stärken. Das Projekt soll sich positiv auf die Gesundheitssysteme beider Regionen auswirken.
Während der vier Tage führten die Forscher verschiedene Aktivitäten durch, die darauf abzielten, diese strategische Zusammenarbeit zu festigen.
Der Besuch begann mit einer Besichtigung der Zahnkliniken von UNICOC, die Behandlungen unterschiedlicher Komplexität anbieten. An der Universität El Bosque traf sich das Team mit der Leitung, um deren Programme, technische Infrastruktur und Masterstudiengänge im Bereich Medizinische Informatik zu besprechen. Gespräche mit Vertretern von HL7 Colombia zeigten, dass Kolumbien über eine der fortschrittlichsten eHealth- und Interoperabilitätsinfrastrukturen in Südamerika verfügt.
An der Militäruniversität traf das Team mit zwei Forschungsgruppen zusammen, die derzeit an Projekten zur Interoperabilität und elektronischen Gesundheitsakten arbeiten. Bei diesen Gesprächen wurden spezifische technische Herausforderungen und Forschungsschwerpunkte erörtert. Darüber hinaus konnten wir uns mit der medizinischen Fakultät des Militärkrankenhauses treffen, wo wir über das Medizinprogramm und zukünftige Kooperationen mit der medizinischen Fakultät der Universität Kiel diskutierten.
Die Treffen boten konkrete Gelegenheiten für den Wissenstransfer und die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit. Alle Beteiligten identifizierten potenzielle Bereiche für die gemeinsame Entwicklung von Lösungen im Bereich Interoperabilität und Gesundheitsinformationssysteme, die die Ausrichtung des COALA-Projekts bestimmen werden.